Caridina ensifera
Caridina ensifera - Rote Farbmorphe
Die aus dem Poso-See auf Sulawesi stammende Caridina ensifera ist zwar nicht so spektakulär in der Farbgebung wie andere aus der Region kommende Arten, aber das charakteristische lange Rostrum, die rötliche, zum Teil auch weißliche Körperzeichnung, die beiden roten Farbflecken auf dem Schwanzfächer und nicht zuletzt das aktive Verhalten, macht sie doch zu einer Bereicherung im Aquarium.
Wir pflegen die Tiere schon eine ganze Weile bei uns in einem Becken und sie scheinen sich bei 28° C, einem pH-Wert von ca. 8 und einer Gesamthärte von ca. 10° dgH recht wohl zu fühlen. Sogar die ersten Jungtiere sind schon da.
Wie groß aber die Bandbreite der "Wohlfühlparameter", insbesonderer der Temperaturverträglichkeit ist, können wir noch nicht genau sagen.
Wie bei vielen anderen Caridina-Arten tragen die Weibchen etwa 20 Eier und nach gut 3 Wochen schlüpfen dann die fertig entwickelten Babygarnelen.
Füttern kann man mit allerlei Trockenfutter, Futtertabletten o.ä. und sie reagieren dann auch wie die meisten Garnelen bei der Fütterung…
schnupper, schnupper… such, such… und alle man ran an den gedeckten Tisch!
Neues aus Sulawesis Flüssen
An dieser Stelle ein paar Bilder der kleineren Garnelen die wir aus einigen Flüssen auf Sulawesi gefangen haben. Mittlerweile haben sie sich gut eingelebt und wir haben bisher keinerlei Verluste zu verzeichnen. Sie sind super aktiv und man sieht sie überall im Becken frei rumwuseln. Farblich sind die Garnelen extrem variabel, einige sind völlig farblos, andere zeigen schöne Muster und sogar richtig schön eisblaue Tiere sind dabei…
Um welche Art es sich genau handelt, wissen wir noch nicht, aber zur Zeit werden sie schon von Werner Klotz untersucht. Es handelt sich auf jeden Fall um Garnelen des spezialisierten Fortpflanzungstyps, d.h. die Weibchen tragen wenige, recht große Eier und die Junggarnelen wachsen normal im Süßwasser auf. Gehalten werden sie bei uns bei einer Temperatur von 24° C, einem pH-Wert von ca. 8,0 und einer Gesamthärte von ca. 9. Da die Garnelen aus einem relativ schnell fließenden Gewässer stammen, ist ein Luftsprudler, bzw. ein Lufthebefilter eventuell von Vorteil (Sauerstoffversorgung).
Nachtrag (5. Juni 2008)
Diese Art aus den Bächen des Malili-Seensystems wird gerade wissenschaftlich erstbeschrieben und gilt vorläufig als Caridina sp. …
Red Fire SAKURA - Nachwuchs
Nach dem wir nun schon einige Zeit die leuchtend roten Red Fire SAKURA bei uns in der Anlage pflegen, ist mittlerweile unser erster Nachwuchs schon ca. 0,7 - 0,9 cm groß. Wie auch bei anderen Arten nimmt die Farbintensität der Junggarnelen mit der fortschreitenden Größe, bzw. dem Alter deutlich zu. Das Einzeltier auf dem Bild unten ist 0,8 cm groß.
Ungefähr 5 - 10% vom Nachwuchs gefallen uns farblich allerdings noch nicht und wir werden diese Tiere wohl demnächst aus der Zuchtgruppe ausselektieren. Bei dem Rest besteht aber kein Zweifel, sie werden ebenso farbenprächtig und leuchtend wie die Eltern.
Sieht also ganz gut aus mit der intensiven Farbe… ;o)
Nachwuchs bei den Harlekins
Die ersten kleinen Baby-Harlekins haben bei uns das Licht der Welt erblickt… Gerade mal 1 - 1,5 mm klein und am Anfang recht farblos, zeigen sie sich wie auch andere Garnelenbabys recht versteckt. Nach intensiver Suche (teils mit Lupe) kann man dann aber doch mal mit Glück eine Kleine vor die Kamera bekommen…
Schon einige Stunden nach der "Geburt" wird das Rot deutlich kräftiger und die Blässe verschwindet immer mehr. Nach wenigen Tagen haben die Kleinen schon fast die Färbung der Erwachsenen bekommen… Gehalten werden die Elterntiere bei 29 - 30 °C, einem pH-Wert von ca. 8,2 und einer Gesamthärte von ca. 10 °dgH. Bis jetzt machen sie sich sehr gut und wir sind gespannt, wie sich die Kleinen weiterentwickeln. Natürlich werden wir Euch an dieser Stelle auf dem Laufenden halten…
Einige Fotos der kleinen Schönheiten…
Als Bodengrund ist dunkelgrauer Basaltsplit im Einsatz. Die Steine sind original Towutiseesteine die wir von unserer Sulawesi-Reise mitgebracht haben und die Holzdekoration ist von unserer Korkenzieher-Haselnuß aus dem Garten. Die kleinen Pflänzchen stammen ebenfalls aus Sulawesi, dienen aber eher nur dem farblichen Kontrastempfinden des Betrachters.
Neue Art aus Indonesien
Eine kleine Gruppe der noch unbestimmten Garnelenart hat vor kurzem Einzug bei uns gehalten und wuselt munter im Becken umher. Die kleinen Schönheiten zeigt sich in dunkelbraun mit beigen Querstreifen, hellen Augen und leicht gestreifter Musterung auf den Beinchen.
Im ihrem natürlichen Habitat (Towuti-See) finden die Tiere eine Temperatur von nahezu beständigen 28 - 29° C und einen pH-Wert von ca. 8,2 vor. Sie leben im steinigen Uferbereich und nahezu ohne Pflanzenbewuchs. Mitbewohner sind einige Schneckenarten und wenige, räuberisch lebende Fische.
Auf Grund der recht besonderen Anforderungen an die Wasserbedingungen zwar sicher keine Art für ein normales Gesellschaftsbecken, aber doch eine sehr schöne neue Art…
Nachwuchs bei den Kardinälen
Am Anfang waren wir uns lange nicht ganz sicher, ob einige Weibchen nicht schon eiertragend bei uns ankamen und die Junggarnelen daher stammten. Nun zeigen sich aber immer mehr eiertragende Damen und auch der erste "eigene" Nachwuchs ist erfolgreich in den Becken unterwegs.
Eine Vermehrung scheint zumindest bei gewissen Rahmenbedingungen ohne größere Probleme möglich….
Ca. 15 - 20 Eier tragen die Weibchen unter dem Hinterleib und entlassen dann klitzkleine, fertige Babygarnelen, die ebenfalls schon schneeweiße Scherchen haben… absolut putzig!
Die Tragzeit scheint bei ca. 3 Wochen zu liegen, genauere Beobachtungen folgen…
